Wer Schmetterlinge lachen hört

 

Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken. Der wird

im Mondschein, ungestört von Furcht, die Nacht entdecken.

 

Der wird zur Pflanze, wenn er will, zum Tier, zum Narr, zum Weisen. Und kann in einer Stunde durchs ganze Weltall reisen.

 

Der weiß, dass er nichts weiß, wie alle anderen auch nichts wissen. Nur weiß er, was die andern und auch er selbst noch lernen müssen.

 

Wer in sich fremde Ufer spürt und den Mut hat sich zu recken, der wird allmählich, ungestört von Furcht sich selbst entdecken.

 

Abwärts zu den Gipfeln seiner selbst bricht er hinauf, den Kampf mit seiner Unterwelt nimmt er gelassen auf.

 

Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken. Der wird im Mondschein, ungestört von Furcht, die Nacht entdecken.

 

Wer mit sich selbst in Frieden lebt, der wird genauso sterben und ist selbst dann lebendiger als alle seine Erben.

(Liedtext der Rockgruppe Novalis)



 

 

 

 

Lena Stöhrfaktor - Komisch

 

Zitate

„Die nationale Fahne deckt jedes Unrecht, jede Unmenschlichkeit, jede Lüge, jede Schandtat, jedes Verbrechen." - Rudolf Rocker

„Die Regierung des Menschen über den Menschen ist die Sklaverei. Wer immer die Hand auf mich legt, um über mich zu herrschen, ist ein Usurpator und ein Tyrann. Ich erkläre ihn zu meinem Feind." - Pierre Joseph Proudhon

„Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was anderen nicht schadet."- Pierre Joseph Proudhon

„Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. Protest ist, wenn ich sage, ich mache nicht mehr mit. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß alle andern auch nicht mehr mitmachen." - U.M.

„Wirft man einen Stein, so ist das eine strafbare Handlung. Werden tausend Steine geworfen, ist das eine politische Aktion. Zündet man ein Auto an, ist das eine strafbare Handlung, werden hunderte Autos angezündet, ist das eine politische Aktion." - U.M.

"WIR SELBST MÜSSEN DIE VERÄNDERUNG SEIN, DIE WIR IN DER WELT SEHEN WOLLEN."
(M. Gandhi)

Sich selbst zu verändern, glaubwürdig zu werden, Menschen zu überzeugen und den verschiedenen Formen von Ausbeutung und Terror entgegenzuwirken, das mag in manchen Augenblicken ungeheuer schwer erscheinen, und dennoch gibt es keine Alternative.
Rudi Dutschke

"Die staatlose Gemeinschaft freier Menschen, das ist Kommunismus, die Verbundenheit Gleicher in Freiheit, das ist Anarchie." - Erich Mühsam

„Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. Protest ist, wenn ich sage, ich mache nicht mehr mit. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß alle andern auch nicht mehr mitmachen." - U.M.

„Wirft man einen Stein, so ist das eine strafbare Handlung. Werden tausend Steine geworfen, ist das eine politische Aktion. Zündet man ein Auto an, ist das eine strafbare Handlung, werden hunderte Autos angezündet, ist das eine politische Aktion." - U.M.

"WIR SELBST MÜSSEN DIE VERÄNDERUNG SEIN, DIE WIR IN DER WELT SEHEN WOLLEN."
(M. Gandhi)

Sich selbst zu verändern, glaubwürdig zu werden, Menschen zu überzeugen und den verschiedenen Formen von Ausbeutung und Terror entgegenzuwirken, das mag in manchen Augenblicken ungeheuer schwer erscheinen, und dennoch gibt es keine Alternative.
Rudi Dutschke

 

 

 

Die Zwecke des Bildungswesens

 

BürgerInnen, die ihre Existenz nicht sichern können, indem sie andere an ihren Produktionsmitteln arbeiten lassen, sind gezwungen Lohnarbeit zu verrichten. Das ist der Großteil der Bevölkerung. Sie müssen ihre Arbeitskraft als eine Ware auf dem Arbeitsmarkt anbieten und verkaufen, damit sie ihr Leben bestreiten können. Auf der anderen Seite können die, die Eigentum an Produktionsmitteln besitzen, die Lohnabhängigen für ihre Zwecke als Arbeitskräfte einsetzen. Dafür werden qualifizierte Arbeitskräfte benötigt.
Da die dafür nötige Ausbildung für die Unternehmen keinen unmittelbaren ökonomischen Nutzen bringt, übernimmt der Staat das Ausbildungswesen. Als ideeller Gesamtkapitalist schützt er die Interessen der Kapitalisten im Allgemeinen, um damit die Chancengleichheit als Voraussetzung der Konkurrenz zu sichern, auch wenn dabei möglicherweise die Interessen einzelner Kapitalisten auf der Strecke bleiben. Mit dem Recht auf schulische Ausbildung, das mit der Schulpflicht durchgesetzt wird, garantiert der Staat den zukünftigen Erwerbstätigen die grundlegende Qualifikation für das Arbeitsleben. Weil die Ausbildung in den Schulen und Hochschulen also dem Zweck dient die Jugend so zu formen, dass sie verschiedene Funktionen in Wirtschaft und Staat übernimmt, liegt der Zweck dieses Ausbildungswesens auch nicht in der Selbstverwirklichung der Auszubildenden – sondern gerade im Gegenteil.
Der Staat sortiert die Individuen in die Berufshierarchien, indem er den Zugang zu den Bildungsabschlüssen von den Leistungen der SchülerInnen abhängig macht. Dieser institutionalisierte Leistungsvergleich (Notensystem, Numerus Clausus) regelt dabei die Konkurrenz und unterwirft die SchülerInnen, Studierenden und Azubis den gleichen Bedingungen. Auch hier ist die Gleichheit die Voraussetzung der Konkurrenz unter den SchülerInnen und anderen vom staatlichen Ausbildungssystem betroffenen, indem von ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen abgesehen wird.
Die daraus resultierende Ungleichheit wird zur Legitimation der ersten Sortierung nach der Grundschule herangezogen. Der Übergang in das dreigliedrige Schulsystem schafft eine erste Perspektive auf die künftige Rolle in der Gesellschaft. So werden in der Regel Haupt- oder RealschülerInnen eher im Hinblick auf ihre künftige, praktische Tätigkeit als ArbeiterInnen oder ihre Rolle als Überflüssige für den Arbeitsmarkt vorbereitet. Das fachliche Know-How hierzu wird an den beruflichen Schulen vermittelt.
Einzig die SchülerInnen, die sich im Leistungsvergleich durchsetzen konnten, erlangen den Zugang zu höheren Berufshierarchien, für die sie an Universitäten, Fachhochschulen oder Berufsakademien ausgebildet werden. Der Erwerb von bestimmten Fähigkeiten sowie das Interesse an bestimmtem Wissen sind Zwang, um in der Ausbildung zu bestehen. Das dabei vermittelte Wissen ist nur in dem Maße interessant, wie es für die Ausübung des Berufs erforderlich ist. Deswegen ist die bürgerliche Gesellschaft gleichzeitig an Wissen interessiert und desinteressiert, es kommt nur auf die Nützlichkeit für die arbeitsteiligen Funktionen der Individuen an. Die Bildung zielt also in ihrem gesamten Aufbau nicht auf die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Auszubildenden ab, sondern richtet sie lediglich als Mittel zum Zweck ihrer eigenen Verwertung zu.
Neben dieser Zurichtung verfolgen vor allem Schulen noch einen anderen Zweck: in Fächern wie Geschichte, Politik oder Ethik/Religion/Philosophie wird den SchülerInnen die Ideologie beigebracht, die für Zustimmung zu dieser bitteren Realität sorgen soll. So wird in Geschichte der nationale Werdegang unterrichtet und die Existenz der Nation und ihrer Geschichte verklärt, in Politik wird das falsche Bewusstsein über die kapitalistische Gesellschaft und ihren Staat vermittelt und in Ethik etc. werden moralische Grundkategorien diskutiert, die mit der Realität dieser Gesellschaft nur wenig zu tun haben. So werden SchülerInnen nicht nur zu zukünftigen Arbeitskräften, sondern auch zu willigen, gehorsamen Staatsbürgern erzogen.
In den Universitäten reproduzieren die Angehörigen der zukünftigen nationalen Elite dann das dazu notwendig falsche Bewusstsein (Ideologie) in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die sich um die Probleme des Funktionierens dieser Gesellschaft und ihres Staates bemühen. Die Naturwissenschaften dagegen bringen nützliches Wissen für die Dingbarmachung der Natur für die kapitalistisch produzierende Gesellschaft.

 



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